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Das Ende unseres Glaubens

„Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.“ Hebräer 11,16

Liebe Gemeinde, liebe Freunde!

Hebräer 11 ist die sogenannte „Hall of Fame“ der Glaubenshelden des Alten Testamentes. Wir lesen hier von Noah, Abraham, Sarah und vielen anderen Männern und Frauen Gottes, die Gottes Handeln und Eingreifen durch große Widerstände hindurch erlebt haben.

Es ist interessant, dass sie alle Gottes Handeln erlebt haben. Trotzdem wird über sie in Vers 13 gesagt:

„Diese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verheißene nicht erlangt…“

In Hebräer 11 wird deutlich, dass die Erfüllung von Verheißungen kein Erfolgsmesser ist. Das wird noch deutlicher, wenn wir weiter lesen in der „Hall of Fame“. Da ist die Rede von Märtyrern und von Gläubigen, die Spott und Geißelung erlitten, dazu Fesseln und Gefängnis.

„Sie sind gesteinigt, zersägt, durchs Schwert getötet worden; sie sind umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen; sie haben Mangel, Bedrängnis, Misshandlung erduldet. Sie, deren die Welt nicht wert war, sind umhergeirrt in Wüsten, auf Bergen, in Höhlen und Erdlöchern.“ Hebräer 11,37-38

Wir alle gehen im Glauben voran. Und wir wissen, dass durch den Glauben unmögliche Dinge möglich werden. Wir machen große Beute, wenn wir im Glauben an Jesus leben, wenn wir uns – wie Mose – an den, den wir nicht sehen können, halten, als ob wir ihn sehen könnten (Hebr. 11,27). Wir freuen uns, wenn wir auch heute noch erleben, wie Gott übernatürlich durch Krankenheilungen, Totenauferweckungen, Zeichen und Wunder eingreift. Wir freuen uns, wenn wir erleben, wie Gott unser Vertrauen auf ihn belohnt und sich das Rote Meer vor uns teilt und wir einen Ausweg aus ausweglosen Situationen finden.

Hebräer 11 ermutigt uns ausdrücklich dazu, Gottes Herrlichkeit zu erwarten. Er möchte sich in seiner Macht in unserem Leben manifestieren. Aber wir können auch davon berichten, wie sich die Erfüllung von Verheißungen hinzieht. Wir haben auch schon erlebt, wie sich die Verheißungen Gottes nicht so erfüllt haben, wie wir es gedacht haben. Hebräer 11 lehrt uns, dass der Weg des Glaubens angefochten ist. Deswegen sagte Jesus auch zu Thomas:

„Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.“

Aber da gibt es eine Vision, die wir als Christen in unseren Herzen tragen, die uns niemand nehmen kann. Sie ist absolut biblisch und war die Quelle der Ermutigung für unsere Glaubenshelden aus Hebräer 11:

Wir alle sind unterwegs zu einer Stadt, die Gott für uns baut, wir sind unterwegs zum himmlischen Jerusalem. Wir werden Gott schauen von Angesicht zu Angesicht und für immer mit ihm verbunden sein.

Diese Verbindung zu Gott ist schon jetzt hier auf Erden erfahrbar. Wir dürfen uns, wie unsere Glaubensväter und -mütter, schon hier mit Gott verbinden und mit ihm in Freundschaft leben. Dafür ist Jesus am Kreuz gestorben. Er hat diese Beziehung zum lebendigen Gott für uns mit seinem Blut erkauft.

Diese Freundschaft hat für die einen große sichtbare Siege gebracht und für die anderen die Kraft, durchzuhalten und unglaubliche Hoffnung in schwierigsten Umständen zu erleben.

Sie hat alle miteinander verbunden, dass sie wussten, dass ihr Vaterland nicht auf der Erde ist, sondern im Himmel. Sie waren unterwegs zur Stadt, die Gott für sie gebaut hat. Sie waren unterwegs zum himmlischen Jerusalem, das am Ende der Zeiten auf die Erde herabkommen wird (Offenbarung 21,2.10). Sie gaben zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen (V.14), ein besseres Vaterland, nämlich das Himmlische (V.16).

Das ist unser Erbe, unsere Zukunft, und in Jesus dürfen wir schon jetzt etwas von diesen himmlischen Kräften schmecken. Hebräer 11 zeigt uns das Ende unseres Glaubens: die Stadt vom Himmel. Wir werden siegen!

Mit herzlichen Segenswünschen
Thomas Bittmann