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Ein Haus des Gebets für alle Völker

 

„Mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.“ Jesaja 56,7

Liebe Gemeinde, liebe Freunde!

Es war schon im Alten Testament Gottes erster Wunsch, dass sein Haus ein Haus des Gebetes für alle Nationen sein sollte. Das Wort, das hier für Gebet verwendet wird ist „tehilla“. Tehilla beschreibt eine Form des Gebetes, die mit Musik verbunden ist.

Jesus hat dieses Anliegen deutlich unterstrichen in der Tempelreinigung. Er war zornig darüber, als er sah, dass das Haus des Vaters sich mehr um Geld drehte, als um Gebet.

Steht nicht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht. Markus 11,17

Gott will, dass sein Haus ein Gebetshaus für alle Nationen ist. Dieses Anliegen beschäftigt uns als Gemeinde in ganz neuer Weise. Wir träumen von einem Haus des Gebets nach dem Vorbild Davids mit 24 Stunden Gebet – sieben Tage die Woche.

David hatte ein tiefes Verlangen, dass die Herrlichkeit Gottes nach Jerusalem kommen würde. Er wollte, dass die Menschen dort Gottes Herrlichkeit erleben sollten. So machte er sich auf, die Bundeslade nach Jerusalem zu holen. Die Bundeslade war für das Volk Israel sehr wichtig. Die Bundeslade symbolisierte die Fülle der Gottheit leibhaftig. Sie stand für die offenbarte, manifestierte Gegenwart Gottes.

David ließ die Bundeslade nach Jerusalem bringen und tanzte mit aller Macht vor der Bundeslade her (2.Samuel 6,14-15).

Die Hütte Davids

Tanz und Musik im Gottesdienst waren etwas komplett Neues im damaligen Israel! David errichtete ein Zelt über der Bundeslade und etablierte dort vierundzwanzig Stunden, sieben Tage die Woche Lobpreis (vgl. 1. Chronik 9,33; 1. Chronik 16,37). Vor der Bundeslade gab es Gesang, Musik, klatschen und tanzen. Sie beteten dort voller Freude an und suchten den Herrn mit erhobenen Händen (1.Chronik 15,1-3.16). David stellte extra 4000 Sänger und Musiker an, die Gott rund um die Uhr vor der Bundeslade im Zelt anbeteten. Dazu kamen noch 288 Lobpreisleiter. (vgl. 1. Chronik 23,5; 1. Chronik 25,7).

Die Bundeslade wurde nicht mehr in die Stiftshütte zurückgebracht, die nur 10 km entfernt in Gibeon stand. Trotzdem wurden noch Priester für den Dienst in der Stiftshütte eingesetzt. Sie brachten dort auch noch die vorgeschriebenen Opfer dar. Aber das Heiligtum war leer (vgl. 1.Chronik 16,39-41).
In der Hütte des Mose gab es keinen Lobpreis mit Musik und Gesang. Es gab dort auch kein Tanzen, kein Rufen, kein Singen und kein Klatschen.

Dagegen gab es in der Hütte Davids spontane Anbetung, geleitet vom Geist Gottes. Die neue Form des Gottesdienstes beinhaltete singen, klatschen, jubeln, Hände heben, das Spielen auf Instrumenten, Lobpreis und Anbetung.

Zur Zeit Davids gab es einen direkten Zugang in die Gegenwart Gottes. Die Priester konnten einfach so vor der Bundeslade stehen und anbeten. David veranlasste diese neue Form der Anbetung durch prophetische Weisung, die er gemeinsam mit dem Propheten Gad und Nathan empfangen hatte (vgl. 2.Chronik 29,25).

David stand für eine neue Art von Lobpreis und Anbetung, die schon sehr stark neutestamentlich geprägt war.

Diese Art von Lobpreis (24 Stunden/7 Tage die Woche) lief in Israel 40 Jahre. Niemals zuvor und niemals danach war Israel so groß wie zur Zeit König Davids und seines Sohnes Salomon. Israel lebte in dieser Zeit im vollen Umfang in den Grenzen des Landes, das Gott ihnen gegeben hatte. Israels größte Zeit in Lobpreis und Anbetung ging einher mit seinen weitesten Landesgrenzen.
Gott gab Israel Sieg über seine übermächtigen Feinde und schließlich viele Jahre des Friedens. Göttliche Verheißungen erfüllten sich.

Was bedeutet das für uns?

Wir lernen von David, dass Lobpreis und Anbetung unsere Herzen mit Gott verbinden. Gott wohnt im Lobpreis seines Volkes (Psalm 22,3). David wusste das. Wenn wir auf Jesus ausgerichtet sind, in Lobpreis und Anbetung, schenkt uns der Herr Seinen Sieg und Verheißungen erfüllen sich. In Apg. 15,15-17 stellt Jakobus einen direkten Zusammenhang her zwischen der Erweckung, die sie in der Apostelgeschichte erlebt haben und dem Wiederaufbau der Hütte Davids.

Mit herzlichen Segenswünschen
Thomas Bittmann