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Gott vertrauen in Zeiten von Corona

Wir erleben in unserem Land die schlimmste Krise der Nachkriegszeit. Die Zahlen der infizierten Menschen steigen und die Zahl der Opfer nimmt zu. Viele schauen Bange in die Zukunft. In diesen herausfordernden Zeiten sind wir gerufen tiefer verwurzelt zu sein in Jesus.

Prayer unstoppable

Du kannst Menschen in Quarantäne setzen, aber nicht das Gebet. Gebet ist unaufhaltsam, genauso, wie die Absichten Gottes. Deshalb sind wir gerufen, besonders in Zeiten wie diesen, vor Gott zu stehen und sein Angesicht zu suchen.

Eine Zeit für Buße und Erneuerung

Gott verheißt uns, dass er unser Land heilt, wenn wir zu ihm beten und sein Angesicht suchen und zu ihm zurückkehren. Er sagt:

„Ich will sie im Himmel erhören und ihnen die Sünden vergeben und ihr Land heilen.“ 2. Chronik 7,14

Es ist eine Zeit, Buße zu tun, umzudenken und den Maßstab des Wortes Gottes ganz neu zu ehren. Dieses Wort richtet sich nicht in erster Linie an die Welt, sondern an seine Gemeinde. Jeder sollte sich in dieser Zeit prüfen. Zeiten wie diese sind Zeiten der Umkehr und der Erneuerung.

Bewahre dir ein Herz der Dankbarkeit

Es ist auch eine Zeit, Dankbarkeit neu zu entdecken. Viele Deutsche sind heutzutage ja schon dankbar für eine Rolle Klopapier. Vieles, was für uns selbstverständlich zu sein schien, ist es heute nicht mehr.

Wir sind dankbar für unser Gesundheitssystem, für Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, die sich wie mutige Soldaten an die vorderste Front begeben, die gegen einen unsichtbaren Gegner kämpfen. Wir sind dankbar für die Menschen in den Gesundheitsämtern, die sich viele Gedanken machen und dafür einsetzen, dass sich der Virus nicht weiter ausbreitet.

Wir sind dankbar für die Verkäufer und Kassiererinnen in den Supermärkten und Lebensmittelgeschäften. Wir sind dankbar für unsere Regierung, die zum Wohl des Volkes Maßnahmen ergreifen und uns in vielfältigen Ansprachen ermutigen zu unser aller Schutz.

Wir danken auch für die wissenschaftliche Beratung und die Expertise, als Grundlage für kluge Entscheidungen. Diese Menschen brauchen in diesen Tagen in besonderer Weise unser Gebet (1. Timotheus 2,1-2).

Es braucht beherztes Handeln und Gebet

Gleichzeitig spüren wir die Ohnmacht und auch die Anspannung. Werden all die menschlichen Maßnahmen ausreichen, um die Zahl der Opfer niedrig zu halten und eine Katastrophe mit überlasteten Krankenhäusern zu verhindern?

Gebet ist die Nähe Gottes zu genießen

Not lehrt beten, so sagt es der Volksmund. Unser Schutz in dieser Zeit ist die Gegenwart Gottes, die Faszination von seinem Wesen und seiner Liebe. Wir beten nicht, weil wir eine Not haben. Da unser Gott so ein herrlicher Gott ist, beten wir sowieso schon die ganze Zeit. Er liebt diese Welt. In seiner Nähe sind wir auch unter seinem Schutz.

Gottes Gegenwart ist unser Schutz

„Wenn der Herr deine Zuflucht ist, wenn du beim Höchsten Schutz suchst, dann wird das Böse dir nichts anhaben können, und kein Unglück wird dein Haus erreichen.“ Psalm 91, 9 -10

Dieses alte Gebet, der Psalm 91, ist ein gutes Gebet für uns heute. Es geht nicht nur darum, unser Anliegen vor Gott auszubreiten, sondern ihm im Gebet zu begegnen, seine Gegenwart zu erleben, bei ihm Zuflucht zu suchen und ihm nahe zu sein, so wie es in Psalm steht:

„Ich halte mich nah zu dir, denn deine rechte Hand hält mich sicher.“ Psalm 63, 8

Übernatürlicher Duft im Gebetsraum – Hohelied 1,3

Diese Gegenwart haben Katharina und Mirjana erlebt, als sie als Letzte in unserem Gebetsraum waren, bevor wir ihn schließen mussten. Während sie Jesus anbeteten, wurde der ganze Raum von einem intensiven Salbölduft erfüllt, der den ganzen Abend geblieben ist und mit der Zeit immer stärker wurde. Es war wie im Hohelied:

„Der Duft deiner Salben ist betörend, dein Name ist wie feinstes Öl. Darum lieben dich die Mädchen!“ Hohelied 1,3

Wegen dieses Duftes beteten sie viel länger als sie es eigentlich geplant hatten. Sie beteten bis spät in die Nacht hinein. Am liebsten hätten sie diesen wunderbaren Duft in einem Glas eingefangen und uns allen als Riechprobe präsentiert. Es war, als ob Gott dadurch sagen will: „Ich bin da – mitten in dieser Krise. Fürchtet euch nicht!“

Wir wollen Menschen der Hoffnung und des Gebets sein in Zeiten von Corona

Lasst uns in diesen Zeiten Menschen der Hoffnung sein, die die Liebe Gottes weitergeben. Wir haben mehr zu geben als nur einen billigen Trost oder leere Worte.

„Gott nahe zu sein ist all mein Glück.“ Psalm 73,28

In Gott ist das wahre Glück zu finden. Diese Hoffnung wollen wir mit unseren Mitmenschen teilen.

Lasst uns in dieser Zeit im Gebet einstehen für die Gesundheit unseres Volkes, für alle infizierten Menschen, für alle Helfer und für ein Ende der Pandemie.

Thomas Bittmann