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Joel – ein Weckruf Gottes für die Gemeinde

„Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!“

Joel 2,12

Studiere das Buch Joel, faste und suche mein Angesicht

Letzten Sommer hatte ich den starken Eindruck, das Buch Joel intensiver zu studieren. Als ich mich tiefer in das Wort hinein versenkte spürte ich eine Dringlichkeit und empfand, dass ich für eine bestimmte Zeit drei Tage die Woche fasten und beten sollte. Gott schenkte mir viel Gnade dies zu tun ohne dabei gesetzlich zu sein. Manche Woche fastete ich weniger, aber ich war durch das Buch Joel einfach inspiriert und herausgefordert. Mein Hauptanliegen war es zu beten, dass ich selbst und die Gemeinde, die Braut Christi, vorbereitet sind für die Herausforderungen, die vor der Wiederkunft Jesu über die ganze Erde kommen werden.

Alarm im Gottesdienst – ein prophetisches Zeichen

Mitten in diese Zeit fiel dann im Herbst letzten Jahres ein denkwürdiges Ereignis. Ich kam sonntags in den Gottesdienst und sah, dass vor unserer Tür die Feuerwehr stand. Feuerwehrleute waren in unseren Gemeinderäumen. Sie gingen von unseren Räumen aus hinunter in die Tiefgarage, weil dort, wegen starker Regenfälle, Wasser hineingelaufen war. Sie teilten uns mit, dass sie dort noch zu tun hätten, aber der Gottesdienst ganz normal laufen könne. Der Gottesdienst startete. Doch dann, mitten im Lobpreis, ertönte ein lauter durchdringender Ton, der sehr unangenehm war. Mehr als 45 Minuten lang dröhnte es in unseren Ohren. Das Hochwasser in der Tiefgarage hatte den Alarm ausgelöst und die Feuerwehr konnte den Alarm nicht sofort abstellen.

Wieder einmal überraschte mich unsere Gemeinde. Nachdem klar war, dass keine Gefahr für uns bestanden hat ging der Lobpreis einfach weiter. Wir beteten Jesus an, bis der Alarm verstummte. Für mich war das wie ein prophetisches Zeichen, denn mich beschäftigte genau in diesen Tagen Joel 2,1. Dort heißt es

„Stoßt in das Schopharhorn in Zion und blast Lärm auf meinem heiligen Berg, dass alle Bewohner des Landes erzittern; denn der Tag des HERRN kommt, ja, er ist nahe. „

Joel 2,1

In der englischen Übersetzung steht dort:

„Blow the trumpet in Zion; sound the alarm on my holy hill.“

Joel 2,1

Mich beschäftigt also gerade dieser Vers und dann komme ich in die Gemeinde und erlebe, wie es ist, wenn der Alarm angeht. Das war für mich eine starke Bestätigung, dass es dran ist Gott zu suchen und das Gott Fürbitter sucht, die in den Riss treten wegen großer Herausforderungen, die vor uns liegen. Meine Fastenzeit ging danach noch um so motivierter weiter und endete im März 2020 als ich selbst an Corona erkrankte und dieser kleine Virus unser Land und die ganze Welt erschütterte.

Die Probleme zur Zeit Joels und unsere Welt heute

Nun, ich weiß nicht, wann der Herr wiederkommt. Das Buch Joel spricht einerseits von dem Tag des Herrn (er wird hier 5x erwähnt), aber es geht dort auch um den Umgang mit Katastrophen, die das Volk Israel gerade getroffen hatten. Wir lesen in Kapitel 1 von einer Heuschreckenplage (Joel 1,1-3). Die Folge der Heuschreckenplage war eine landwirtschaftliche Katastrophe, Ernteausfälle und Hungersnot (Joel 1,7.10-12), die Freude wurde von dem Haus des Herrn weggenommen (Joel 1,16) und in Folge auch der Wohlstand. Das Land litt unter einer Dürre und erlebte klimatische Veränderungen, die zu Waldbränden führten unter denen auch die Tiere sehr zu leiden hatten (Joel 1,19-20).

Wir leben heute auch in sehr bewegten Zeiten. Die Heuschreckenplage in Ostafrika, Klimaveränderungen bei uns, die zu zwei großen Dürren in den letzten zwei Jahren geführt haben, von denen sich unser Wald und die Landwirtschaft noch nicht erholt haben und die Waldbrände. Diese Themen sind auch heute aktuell. Dazu zu kommt noch die Pandemie, die uns alle betrifft und die unser Leben erschüttert hat.

Gottes Ruf unser Herz hinzugeben mit Fasten und Beten

Ich habe nicht alle Antworten auf die Lösung der Probleme, in die wir hinein gehen und auch theologisch habe ich offene Fragen, aber ich empfinde eine große Dringlichkeit im Geist, dass wir als Gemeinde und als Leib Christi in eine Zeit von Fasten und beten gehen. Die Botschaft von Joel ist sehr klar:

Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! 13 Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn. 14 Wer weiß, ob er sich wieder abkehrt und es ihn nicht reut, und ob er nicht einen Segen zurücklassen wird.

Joel 2,12-14

Es ist Zeit aufzuwachen

Es ist Zeit, dass wir als Gemeinde aufwachen und uns wecken lassen vom Weckruf Joels. Unser Gott ist gnädig, barmherzig, langmütig und von großer Gnade egal wie die Umstände sind. Lasst uns ihn suchen. Mich stört, dass Joel hier sagt „vielleicht“ wird er einen Segen hinterlassen. Wir haben eine Mitverantwortung für dieses „vielleicht“. Wenn wir vielleicht beten, dann wird vielleicht etwas passieren. Lasst uns entschlossen und bestimmt beten und erwarten, dass Gottes starker Arm sich bewegt und er unser Land ganz neu segnet mitten in großen Herausforderungen. Sein Wille steht fest. Es möchte alle Dinge wiederherstellen, so wie er es in Joel 2,25 sagt:

„Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben — mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe.“

Joel 2,25

Aber er tut es nur in Antwort auf ein bußfertiges Herz, das mit fasten und beten vor ihn kommt. Er möchte uns Verständnis geben von seiner Wiederkunft. Der Lobpreis wird nicht verstummen, auch wenn die Zeiten schwieriger werden.

Deswegen wollen wir als Gemeinde im Monat September verstärkt Gott suchen.
Alle sind eingeladen zu fasten und zu beten, so wie es ihnen möglich ist.

Ihr könnt euch z.B. online einklinken und auf Youtube mitbeten bei unserem House of Prayer jeden Dienstag von 19.00 Uhr – 21.00 Uhr.

Thomas Bittmann